Die “Guten Engel” plus Status Update…

Hallo zusammen,
der letzte Post ist nun doch schon ein “Zeiterl” her. Aufgrund des Zeitungsartikels in der Wann & Wo und auch auf vol.at “Kein Tag ist mehr wie vorher!” vom letzten Sonntag habe ich ein enormes Feedback erhalten. Sehr viele Menschen haben mich angeschrieben und zuerst wollte ich jedem persönlich antworten, bevor ich mich wieder dem Bloggen widme. Das hat nun eben ein wenig gedauert. 🙂
An dieser Stelle nochmals ein DANKESCHÖN an alle jene, die mich kontaktiert haben. Muss ehrlich gestehen ich war und bin immer noch überwältigt von eurem Feedback.

Menschen haben mir von ihren eigenen Erfahrungen, mit Morbus Hodgkin und wie sie damit umgegangen sind, erzählt. Andere haben mir die Geschichten mit ihren (teilweise unheilbaren) Krankheiten geschildert und was sie bewegt durchzuhalten. Wieder andere haben mir von ihren Familienangehörigen berichtet und wie sie als Angehörige diese Zeit empfunden haben.

Die “Guten Engel”

Die Geschichten mögen noch so verschieden sein und dennoch haben die meisten dieselbe Botschaft: Ohne eine guten Freund, Partner, Vater oder Mutter an der Seite geht es nicht. Diese Menschen nenne ich die “Guten Engel”. Selbstverständlich muss man die Krankheit in erster Linie selbst besiegen, das kann einem keiner abnehmen. An guten Tagen schafft man das alles alleine und könnte am liebsten Bäume (halt kleine Bäume) ausreißen. Es sind aber die Dreckstage, die es in sich haben. An den Tagen, wo man eben das Gefühl hat, dass einem der Baum (ein riesiger Baum) erschlagen hat. Genau hier treten die “Guten Engel” in Erscheinung.
Wer kocht für einem (und glaubt mir bei meiner aktuellen Ernährung kein leichtes Unterfangen)? Wer schaut dazu, dass Ruhe im Haus herrscht, damit man sich ausruhen kann? Wer kümmert sich um die Kinder? Wer spricht einem gut zu, wenn wieder mal alles nur grau erscheint? Wer rasiert einem dem Kopf, wenn die Haare ausfallen? Wer fährt mitten in der Nacht zur Tankstelle um Cola Light zu kaufen, weil man nichts anderes runter bekommt? Wer schläft auf der Couch, damit man sich ja keinen Virus einfängt (allerdings nur solange das Immunsystem am Ars.. ist!)? Wer liest sich stundenlang im Internet ein, um sich bestens mit der Krankheit aus zu kennen?
All das machen die “Guten Engel”! Leider vergessen wir viel zu oft, was diese “Guten Engel” alles für uns aufopfern. In meinem Fall trifft das im Speziellen auf meine Frau zu! Darum hier mal ein fettes DANKE für alles was du für mich tust, mein Schatz. Danke, dass du mein “Guter Engel” bist. Ohne dich wäre diese kleine “Zwischenchallenge” nämlich eindeutig eine “Riesenchallenge”.

Status Update

Was gibt es von der Chemotherapie und ihren Nebenwirkungen Neues?
Aktuell befinde ich mich im 2. Zyklus der BEACOPP. Wer (noch) nicht weiß was die BEACOPP ist, hier findet ihr einen älteren Post mit allen Infos. Heute ist Tag 17, das bedeutet ich bin in der Erholungswoche und glaubt mir, die Erholungswoche ist einfach nur geil! Die Kraft kommt zurück und man kann fast alles wieder machen. Nach den “Dreckstagen” lernt man die guten Tage noch mehr zu schätzen und freut sich über jeden Tag an dem man Energie hat.
Im Vergleich zum 1. Zyklus habe ich den 2. Zyklus deutlich besser vertragen. Sprich die “Dreckstage” waren zwar vorhanden, allerdings nicht so ausgeprägt wie im 1. Zyklus. Wobei man eigentlich sagt, dass man von Zyklus zu Zyklus immer schwächer wird und die Nebenwirkungen zu nehmen. Vor allem die “Dreckstage” sollen in jedem Zyklus intensiver werden.
Was habe ich aber nun im Vergleich zum 1. Zyklus geändert? Die größte Veränderung ist, dass ich mir im 2. Zyklus Unterstützung von unserer Homöopathin Dr. Eva Dibelka geholt habe. Viele Menschen stehen der Homöopathie noch immer mit einer Portion Skepsis gegenüber. Wenn ihr aber einmal den Unterschied von Zyklus 1 zu Zyklus 2 am eigenen Leib erlebt habt, gibt es keine Skepsis mehr (haha…). Gebt der Homöopathie als Unterstützung während der Chemotherapie eine Chance, ihr werdet positiv überrascht sein!
Weil eben die “Dreckstage” nicht so intensiv waren, konnte ich auch deutlich mehr Sport machen. Aber hierzu plane ich in den nächsten Tagen einen eigenen Post.

In den vielen Mails die ich erhalten habe, hat mich ein Spruch nicht mehr losgelassen und den möchte ich euch nicht vorenthalten:
“Eines weiß ich, die Krankheit macht einen nicht schwächer und nicht stärker, sondern zu einem besonderen Menschen mit Werten.”

Bis demnächst…
Bernhard

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Freue mich über jeden Einzelnen.

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