Geburtstag und gleich auf Reha… Zach!!!

Hallo,

diese Woche war mein Geburtstag und genau an diesem Tag “durfte” ich – quasi als Geburtstagsgeschenk – auf Reha fahren. Was soweit eigentlich nicht besonders klingt. Hätte es da nicht eine Frage meiner kleinen Schwester gegeben: “Hast du schon das letzte Jahr Revue passieren lassen?” Diese Frage hat mich echt zum Nachdenken gebracht.
Was erwartet euch sonst noch? Natürlich das obligatorische Update/News wie es mir beim Projekt #KrebsAthletgoesRealAthlet ergeht – es gibt einen neuen Richtwert über 100m Kraul. Weiters gibt es einen kurzen Einblick in das Rehaleben! Und zu guter Letzt noch einen kleinen Jungen (4), der mich mit seiner Geschichte beeindruckt hat!
Viel Spaß beim Lesen…

Geburtstag und Revue

Wie gesagt diese Woche war mein Geburtstag. Der wäre fast ohne große Beachtung an mir vorbei gehuscht. Obwohl mir sehr viele Menschen gratuliert haben, konnte ich diesen Tag nicht wirklich zelebrieren, da ich an diesem auf Reha fahren durfte. Mit Klamotten für drei Wochen einpacken, Anreise, Eingewöhnung usw. hat man nicht mehr viel Zeit für andere Gedanken. Hätte meine kleine Schwester mich am Abend nicht gefragt, ob ich das letzte Jahr schon Revue passieren habe lassen, ich hätte es nicht daran gedacht. Daher habe ich mir die Zeit genommen und mal darüber nachgedacht was ich in den letzten 52 Wochen alles erlebt habe. Keine Angst ich zähle jetzt nicht alle Erlebnisse auf, das würde zu lange dauern und auch zu weit gehen. Aber eines will ich euch nicht vorenthalten.

Revue

Klar jeder weiß, dass mich der Krebs getroffen hat. Daher war auch mein erste Revuegedanke “Der Krebs”. Danach ist mir mal länger nicht wirklich was eingefallen. Logisch der Krebs war nun mal der Einschnitt schlecht hin. Plötzlich war ich stinksauer auf mich selber.
Was war passiert? Das Erste was mir einfällt ist was Negatives, der Krebs. Dabei bin ich doch ein sehr positiv denkender Mensch. Was mich nämlich so sauer macht, ist, dass ich nicht zu erst an die Geburt von unserer Tochter gedacht habe, sondern an den blöden Krebs! Gibt einem echt zum Denken. Wieso denkt man zuerst an das Negative, wenn das Positive doch so nah liegt?!
Dieses Erlebnis hat mir wieder mal gezeigt, dass man sich sehr schnell von negativen Erlebnissen überrumpeln lässt. Wenn man die Augen ein wenig weiter öffnet, sieht man plötzlich, dass einem viel mehr Positives als Negative widerfährt.
Denkt mal selber darüber nach und lasst nur die letzten paar Wochen oder nur den gestrigen Tag Revue passieren! Es dauert vielleicht ein wenig, aber ihr werdet überrascht sein, wie viel Positivem man eigentlich tagtäglich begegnet!

Reha

genialer Ausblick aus dem Rehazimmer
genialer Ausblick aus dem Rehazimmer

Bis jetzt kann ich noch nicht viel über die Reha erzählen. Am Anfang stehen, wie überall, zuerst mal die ganzen “Einstufungen” an. Was für Kurse, Vorträge kommen für die jeweilige Person überhaupt in Frage. Das Angebot umfasst unter anderem Infrarottherapie, Massagen, Vorträge über Ernährung und Krebs und noch vieles mehr. Nach den ersten Tagen kann ich bisher nur sagen, dass es gerne ein wenig mehr Programm sein darf. Mal schauen was der Therapieplan für die kommende Woche so vorsieht. Großer Vorteil ist, dass ich zum Wasserballtraining fahren kann, wenn es der Therapieplan zulässt.

#KrebsAthletgoesRealAthlet

Probemonat beim CrossFit liegt nun hinter mir. Macht definitiv Spaß und ich werde weiterhin dran bleiben. Lustigerweise hat es Trainingseinheiten gegeben wo ich mit meinen 34 Jahren das Küken in der Runde war. Im Wasserballteam bin ich der Oldie unter den aktiven Spielern. Einmal Küken und einmal Oldie. Hahaha…
Wasserball Coach “Stick”  kennt leider auch bei ehemaligen Krebspatienten kein Pardon und es gibt (Gott sei Dank) keine Sonderbehandlung. Daher durfte ich schon den ersten Test absolvieren. Nämlich 100m, 50m und 25m auf Zeit. So weit so gut, wenn man das Ganze alleine schwimmen dürfte. ABER dem war nicht so. Damit es ein wenig – nennen wir es mal so – motivierender wird, durfte ich gegen den Schnellsten, nämlich Sebi, ran. Also kleine Background Info: ich war mal gleich schnell wie dieser Surferboy!
Naja, schnell zusammen gefasst: er hat mich doch schön stehen lassen. Sebi war beim 100er irgendwo bei 59 Sekunden und ich bei 1:06 Minuten. Hab ganz vergessen wie weh so ein 100er tun kann. Aufgrund von Atemnot hab ich keine Ahnung mehr was ich für die 50m und 25m benötigt habe. Nur soviel, ich war wieder langsamer… 😉

NF Kinder

jonas

Schaut euch mal das Foto oben an. Der kleine Jonas steht vor einem Schwimmbecken und lächelt in die Kamera. Soweit eigentlich ein ganz normales Foto von einem kleinen Spitzbuben. Allerdings leidet Jonas unter Neurofibromatose. Was das genau bedeutet, könnt ihr hier nachlesen. Kurz gesagt der kleine Jonas bekommt im Alter von 4 Jahren schon Chemotherapie! Diejenigen, die meinen Blog mitverfolgen, wissen was die Chemo bei mir verursacht hat. Ich sag nur “Dreckstage“. Das sowas ein kleiner Junge durchmachen muss, ist nicht fair! Daher sollten gerade Kinder die absolut beste Therapie bekommen! Leider ist über NF noch nicht viel bekannt. Meisten werden die Kinder sogar als sogenannte “Problemkinder” abgestempelt und in die Sonderschule geschickt, weil diese Krankheit eben noch sehr unbekannt ist. NF Kinder hat es sich daher zum Ziel gemacht diese Krankheit besser zu erforschen. Leider ist es wie überall es fehlt am notwendigen Geld. Es ist nicht nötig selbst eine Spende zu hinterlassen (natürlich freut jeder Euro) aber schaut mal unter diesem Link nach. Man könnte zB beim nächsten Sportevent oder Firmenfeier einfach das Trinkgeld sammeln und spenden oder einen Flohmarkt mit den alten Sachen vom Dachboden machen… Wenig Zusatzaufwand und dennoch eine große Wirkung.

Bis bald…
Bernhard

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Freue mich über jeden Einzelnen.

2 Gedanken zu „Geburtstag und gleich auf Reha… Zach!!!

  1. Ich leider selbst unter NF, Glücklicher Weise unter der leichteren Variante. Ich bzw. meine Mutter haben uns gegen das abstempeln gewehrt. Ich war fleißiger als meine Mitschüler, viel Nachhilfe und Unterstützung gehabt. Jetzt habe ich inzwischen Fachabitur, Ausbildung und einen festen Job. Es hat viel Zeit und Nerven gekostet. Ständig zum Arzt. Die Chemotherapie blieb mir zum Glück bisher erspart. Ich kann nur allem Mut machen sich niemals gleich abstempeln zu lassen. Man kann trotz vieler Hindernisse viel erreichen!!

  2. Danke für dein Kommentar! Deine Geschichte ist echt beeindruckend!
    Wollte dir soeben auch noch eine Mail geschickt, leider stimmt die Adresse nicht! Kannst mir ein kurzes Mail an baenaefit@gmail.com schicken, dann kann ich dir auf dein Mail antworten?

    LG
    Bernhard

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