Reha macht depressiv?!?

Hallo zusammen,
 mittlerweile liegt die zweite Woche der Reha hinter mir. Diese beiden Wochen waren überraschenderweise ein gewaltiger Augenöffner.

Onkologische Rehabilitation

Meine Reha Bedenken

genialer Ausblick aus dem Rehazimmer
genialer Ausblick aus dem Rehazimmer

Ehrlich gesagt, war ich am Anfang sehr skeptisch, ob die Reha mir etwas bringt. Was habe ich mir unter Onkologischer Rehabilitation vorgestellt?

  • lauter alte und kranke Menschen
  • depressive Stimmung
  • dauernde Krankheitsgeschichten
  • Kantinenessen
  • ständiges Programm a la Animateure

 

 Meine Reha Erfahrungen

Nach zwei Wochen kann ich nur sagen, dass keine einzige der Befürchtungen eingetreten ist!

  • Ok, wir sind oder waren alle krank. Irgendwie logisch, weil sonst würden wir keine Reha benötigen. Jetzt wird es ein wenig kniffelig: Was definiere ich als “alt“?🤔 Mittlerweile bin ich selbst Mitte 30. Eine nette reifere Dame hat in den letzten Tagen den Ausdruck “Barock Teenager” zum Besten gegeben. Daher schnappe ich den Begriff jetzt einfach mal auf. Unter “Barock Teenager” verstehe ich Menschen, die schon in den Genuss der Pension kommen. Mir liegt keine Statistik vor, gefühlt würde ich sagen, dass diese Altersgruppe allerdings in der Unterzahl ist. Die größte Gruppe dürften die “um die 50jährigen” ausmachen. Überraschenderweise sind auch einige aus meiner Generation vertreten. Daher ist die erste Befürchtung schon mal widerlegt.
  • Von depressiver Stimmung ist rein gar nichts zu spüren. Es wird sogar sehr viel gelacht und zusätzlich zum Reha Programm relativ viel unternommen. Jeden Abend findet ein Zusatzprogramm (Filzen, Yoga, Line Dance …) statt. Hab mir sagen lassen, dass diese auch gut besucht sind. Somit hat sich auch die zweite Befürchtung erledigt.😀
  • Von dauernde Krankheitsgeschichten zu reden ist übertrieben. Wir reden des öfteren über unsere Erkrankungen, das stimmt. Allerdings hatte ich bisher nie das Gefühl, dass es unangenehm oder gar zu viel war. Eher empfinde ich es so, dass es jedem irgendwie gut tut, wenn man so offen über seine Erfahrungen sprechen kann. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und es ist in meinen Augen interessant zu sehen, wie andere damit umgehen. Damit auch Nr. 3 ad acta gelegt.
  • Das “Kantinenessen” wird in der Krankenhaus Großküche zubereitet. Wenn ich nicht gefragt hätte, hätte ich es nicht gemerkt. Es ist wirklich hervoragend und liegt weit vor den meisten Hotels, wo ich schon war. Zum Frühstück gibt es ein reichhaltiges Buffet. Mittags und abends kann man aus drei verschiedenen Mahlzeiten (Vollwert-, Leichtkost und Vegetarisch) wählen. Dazu gibt es eine Suppe und ein immer wechselndes Salatbuffet. Aus diesem Grund gibt es einen 👍
  • Nach meiner Meinung könnte es sogar noch mehr Programm sein. Eine Therapieinheit (Physio-, Ergotherapie, Massage …) dauert 25min und die Vorträge/Schulungen (“Umgang mit Stress”, “Genusschulung Gewürze” …) dauern 55min. Jeden Tag hat man zwischen 4-5 Einheiten. Von Dauerbespaßung kann man hier definitiv nicht sprechen. 💪

Onkologische Rehabilitation St. Veit im Pongau

Verständlicherweise gelten meine Aussagen nicht für alle Rehabilitationszentren. Meine Erfahrungen beziehen sich lediglich auf St. Veit. Hier kann ich jedoch bisher ein großes Kompliment aussprechen. Zusätzlich zu den obigen Punkten kommt nämlich noch die herzliche Freundlichkeit der Mitarbeiter des Hauses hinzu. Letztes Wochenende war sogar meine komplette Familie über Nacht auf Besuch und das hat perfekt funktioniert.

Jetzt freu ich mich auf die letzte Woche und bin gespannt was noch für Erkenntnisse auf mich zu kommen.

Bis bald
Bernhard

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Freue mich über jeden Einzelnen!

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